Treptower Ehrenmal
Sowjetisches Ehrenmal, Treptower Park, Berlin, um 2021; Foto: Eberhard Thonfeld © imago-images

Susan Neiman: Einführung in die Tagung "Zwischen Praxis und Propaganda. Antifaschismen in der DDR"
Mario Keßler: Die Antifaschismen in der DDR
Alexander Walther: Die Shoah und die DDR. Jüdische Erfahrungen im Antifaschismus?
Benjamin Zachariah: Anticolonialism, antifascism, Ostalgie
Penny Von Eschen: Antifascism, DDR Anti-Colonial Solidarity, and African/Diasporic Writers in the DDR
Dietmar Dath, Maria Wiesner: Dumm dank Dimitroff?
Martin Sabrow: Der Antifaschismus der “veteran communists” am Beispiel Erich Honecker
Siegfried Lokatis: Antifaschismus und Zensur
Daniela Dahn: Was man (nicht) wußte
Sonia Combe: Alter “Mythos Antifaschismus”, neuer “Mythos Buchenwald” in der Geschichtsschreibung des Antifaschismus. Ein Vergleich.
Hans Misselwitz: “Herausfordernde Vergangenheit” / Aus Geschichte lernen? Über den Umgang mit „verstörenden Vergangenheiten“
Franziska Bomski: Baseballschlägerjahre. Literarische Reflexionen über Neonazismus und Antifaschismus nach 1990
Loren Goldman: Ein unpassender Genosse: Zu Ernst Blochs Stasi-Akt
Christian Dietrich: Mörder erziehen. Der Antisemitismusbegriff im Werk von Wolfgang Heise und im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
Kristen Ghodsee: Antifascism, Anti-colonialism, and the “New Feminism”




Tagung
Donnerstag, 7.5. – Samstag, 9.5.2026

Zwischen Praxis und Propaganda. Antifaschismen in der DDR

Auch als Live Stream via Zoom. Bitte hier registrieren für:
Donnerstag, 7. Mai
Freitag, 8. Mai
Samstag, 9. Mai

Konzeption: Susan Neiman, Potsdam; Kristen Ghodsee, Philadelphia; Mario Keßler, Potsdam
Inzwischen ist es im vereinigten Deutschland zum Dogma geworden: Der Antifaschismus gehöre zum Gründungsmythos der DDR, in Wirklichkeit aber habe es nur einen verordneten Antifaschismus gegeben, d.h. Bekenntnisformeln, die DDR-Bürger ohne Engagement oder Überzeugung vor sich hinmurmelten. Gegen dieses Dogma sprechen nicht nur die Erfahrungen vieler ehemaligen DDR-Bürger, sondern auch zahllose Vergleiche mit der BRD, wo eine Auseinandersetzung mit dem Faschismus weitgehend fehlte. Wir gehen davon aus, dass man solche Widersprüche nur verstehen kann, wenn wir von ‚Antifaschismen‘ sprechen.

Mit: Franziska Bomski, Potsdam; Sonia Combe, Berlin; Daniela Dahn, Berlin; Dietmar Dath, Frankfurt a.M./Freiburg; ; Christian Dietrich, Frankfurt a.d.O.; Loren Goldman, Philadelphia; Siegfried Lokatis, Leipzig; Hans Misselwitz, Berlin; Martin Sabrow, Potsdam; Martin Schaad, Berlin; Regina Scheer, Berlin; Detlef Siegfried, Kopenhagen; Penny Von Eschen, Charlottesville; Alexander Walther, Chemnitz; Maria Wiesner, Frankfurt a.M./Freiburg; Benjamin Zachariah, Potsdam