Penny Von Eschen
Antifascism, DDR Anti-Colonial Solidarity, and African/Diasporic Writers in the DDR
[Antifaschismus, antikoloniale Solidarität der DDR und afrikanische/diasporische Schriftsteller in der DDR]
Eingebettet in einen umfassenden Überblick über Solidaritätsprojekte der DDR und Hilfsmaßnahmen für die sich dekolonisierende Welt, darunter Chile, Vietnam und Angola, stützt sich der Beitrag auf die Arbeiten von Literaturwissenschaftlern, um zu untersuchen, inwiefern sozialistische ästhetische Theorien zu Sprache und Literatur für antikoloniale Schriftsteller attraktiv waren. Anhand von Beispielen afrikanischer Schriftsteller, die im DDR-Verlag „Seven Seas Press“ veröffentlicht wurden, sowie der Werke afrikanischer und afroamerikanischer Schriftsteller und Künstler, die in der DDR lebten, untersucht der Beitrag zudem, inwiefern kulturelle Netzwerke und Ressourcen des Ostblocks und insbesondere der DDR afrikanischen und afroamerikanischen Schriftstellern und Aktivisten, die antifaschistische und antikoloniale Projekte ausdrücklich miteinander verbanden, neue Möglichkeiten eröffneten.
Penny Von Eschen ist Professorin für Geschichte und William R. Kenan Jr. Professorin für Amerikanistik an der University of Virginia. Sie arbeitet an den Schnittstellen von afroamerikanischer Geschichte, Kulturgeschichte, dem globalen Kalten Krieg und der Erforschung der Vereinigten Staaten in globalen und transnationalen Dimensionen und hat Monografien wie Satchmo Blows Up the World: Jazz Ambassadors Play the Cold War (2004), Race against Empire: Black Americans and Anticolonialism, 1937–1957 (1997) und Paradoxes of Nostalgia: Cold War Triumphalism and Global Disorder Since 1989 (2022) veröffentlicht. Sie hat über Duke Ellington in Bagdad (2007) geschrieben und gemeinsam mit dem Meridian International Center in Washington, D.C., die Fotoausstellung „Jam Sessions: American’s Jazz Ambassadors Embrace the World“, über die Tourneen der Jazz-Ambassadors, kuratiert. Derzeit arbeitet sie an einem Buch, das sich mit Autoritätskrisen in antikolonialen Gegenöffentlichkeiten in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg befasst.
