Zwischen Praxis und Propaganda. Antifaschismen in der DDR
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Donnerstag, 7. Mai
Freitag, 8. Mai
Samstag, 9. Mai
Konzeption: Susan Neiman, Potsdam; Kristen Ghodsee, Philadelphia; Mario Keßler, Potsdam
Inzwischen ist es im vereinigten Deutschland zum Dogma geworden: Der Antifaschismus gehöre zum Gründungsmythos der DDR, in Wirklichkeit aber habe es nur einen verordneten Antifaschismus gegeben, d.h. Bekenntnisformeln, die DDR-Bürger ohne Engagement oder Überzeugung vor sich hinmurmelten. Gegen dieses Dogma sprechen nicht nur die Erfahrungen vieler ehemaligen DDR-Bürger, sondern auch zahllose Vergleiche mit der BRD, wo eine Auseinandersetzung mit dem Faschismus weitgehend fehlte. Wir gehen davon aus, dass man solche Widersprüche nur verstehen kann, wenn wir von ‚Antifaschismen‘ sprechen.
Mit: Franziska Bomski, Potsdam; Sonia Combe, Berlin; Daniela Dahn, Berlin; Dietmar Dath, Frankfurt a.M./Freiburg; ; Christian Dietrich, Frankfurt a.d.O.; Loren Goldman, Philadelphia; Siegfried Lokatis, Leipzig; Hans Misselwitz, Berlin; Martin Sabrow, Potsdam; Martin Schaad, Berlin; Regina Scheer, Berlin; Detlef Siegfried, Kopenhagen; Penny Von Eschen, Charlottesville; Alexander Walther, Chemnitz; Maria Wiesner, Frankfurt a.M./Freiburg; Benjamin Zachariah, Potsdam
Programm
Donnerstag, 7.5.2613:30
Susan Neiman (Potsdam)
EinleitungMario Keßler (Berlin)
Die Antifaschismen in der DDR15:15
Kaffeepause15:45
Alexander Walther (Chemnitz)
Die Shoah & die DDR. Jüdische Erfahrungen im Antifaschismus?Detlef Siegfried (Kopenhagen)
Weltrevolution in der DDR. Studierende aus dem globalen Süden an der ‘FDJ-Jugendhochschule Wilhelm Pieck’17:30
Kaffeepause18:00
Martin Sabrow (Potsdam)
Der Antifaschismus der “veteran communists” am Beispiel Erich Honeckers
Freitag, 8.5.2611:00
Siegfried Lokatis (Leipzig)
Antifaschismus und ZensurDaniela Dahn (Berlin)
Was man (nicht) wußte12:45 Mittagspause
14:30
Regina Scheer (Berlin)
Heimkehr in Ruinen. Remigranten in den ersten Jahren der DDR zwischen Hoffnung, Disziplin und AbsturzSonia Combe (Berlin)
Alter “Mythos Antifaschismus”, neuer “Mythos Buchenwald” in der Geschichtsschreibung des Antifaschismus. Ein Vergleich.16:15
Kaffeepause16:45
Hans Misselwitz (Berlin)
„Herausfordernde Vergangenheit” / Aus Geschichte lernen? Über den Umgang mit „verstörenden Vergangenheiten“Martin Schaad (Berlin)
Alois und die Eierhandgranate. Eine bayerische Entnazifizierungsposse in drei Aufzügen18:15
Weinempfang
Samstag. 9.5.2611:00
Dietmar Dath / Maria Wiesner (Frankfurt a.M./ Freiburg)
Dumm dank Dimitroff? Wie dogmatisch marxistisch war der Antifaschismus (in) der DDR?
Franziska Bomski (Potsdam)
Baseballschlägerjahre. Literarische Reflexionen über Neonazismus und Antifaschismus nach 199012:45
Mittagspause14:30
Loren Goldman (Philadelphia)
Ein unpassender Genosse: Zu Ernst Blochs Stasi-AktChristian Dietrich (Frankfurt a.d.O.)
Mörder erziehen. Der Antisemitismusbegriff im Werk von Wolfgang Heise und im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus16:15
Kaffeepause16:45
Benjamin Zachariah (Potsdam)
Anticolonialism, Antifascism, Ostalgie: Remembering the DDR as Zeitzeuge and HistorianPenny Von Eschen (Charlottesville)
Antifascism, DDR Anti-Colonial Solidarity, and African/Diasporic Writers in the DDRKristen Ghodsee (Philadelphia)
Antifascism, Anti-colonialism, and the “New Feminism”18:45
Ende der Tagung
