Tagung
Donnerstag, 29.1. – 31.1.2015

Unerhört! Zum Hörsinn

Der Mensch hört nicht durchs Ohr allein. Der rhythmische Bass dringt durch den Bauch in uns ein und zuckt in den Beinen; die Melodie erklingt im Gehirn; der Donnerschlag lässt uns zusammenfahren; Tinitus und Taubheit erzeugen ein kakophones Klanggewitter im Kopf. Dennoch ist es das Ohr, durch das die Logik des Narrativs oder ein gebieterischer Befehl von uns Besitz ergreift. Denn der Ton, der ins Ohr dringt, fokussiert unsere Aufmerksamkeit unwillkürlich auf die Quelle, aus der er kommt. Wohl kann man sich taub stellen, doch immer bleiben die Ohren Klang und Krach, Stille und Lärm ausgeliefert.
Wie organisiert sich das Hören zwischen schrillem und sanftem Ton? Was macht das akustische Signal zur Botschaft, die Lautfolge zur Sprache? Wie leitet uns der immer wache Hörsinn durch den Alltag; wie werden wir von den Tonfolgen der Musik getragen? Und schließlich: Was vernehmen wir selbst im Schweigen?

Konzeption: Dominic Bonfiglio und Matthias Kroß, Potsdam
Teilnehmer: Aleida Assmann, Konstanz; Hans-Joachim Braun, Hamburg; Lydia Denworth, New York; Barbara Flückiger, Zürich; Tom Fritz, Leipzig; Sieglinde Geisel, Berlin; Thomas Görne, Hamburg; Morag Grant, Bonn; Helmut Kopetzky, Fulda; Julia Kursell, Amsterdam; Hein Schoer, Wiesbaden; Georg Spehr, Berlin; Hillel Schwartz, San Diego; Michael Wedel, Potsdam

Veranstaltung in englischer Sprache

29.1.2015

30.1.2015