Barbara von Bechtolsheim
Hannah Arendt und Heinrich Blücher. Exilgeschichte eines Paares
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Unterschiedlicher kann ein Ehepaar wohl kaum sein: Hannah Arendt aus bildungsbürgerlich-jüdischem Elternhaus, Studentin bei Martin Heidegger und Karl Jaspers, schließlich streitbare Denkerin, die bis heute Kontroversen auslöst. Heinrich Blücher hingegen aus proletarischen Verhältnissen, der als Professor der Philosophie bei Studenten und Kreativen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Über dreißig Jahre lang waren sie fast unzertrennlich, haben sich Anregungen gegeben, gestritten, einander vertraut und Freundschaften mit Künstlern, Literaten und Philosophen gepflegt. Ihre Erfahrungen als Flüchtlinge und Immigranten blieben für das politische Denken und Handeln des Ehepaars Arendt-Blücher bestimmend.
Barbara von Bechtolsheim widmet sich als Kulturhistorikerin den vielfältigen Beziehungen von Künstlerpaaren. In Paare (2022) und Hannah Arendt und Heinrich Blücher (2023) betrachtet sie die kreative Werkstatt deutscher und US-amerikanischer Künstler und Philosophen des 20. Jahrhunderts in ihrem jeweiligen kulturellen, historischen und psychologischen Kontext. Die Autorin ist Forschungsstipendiatin an der Yale University und lebt in New Haven, Connecticut.
