Deceptively Yours, Ariana Jordan Photography 2009
Tagung
Donnerstag, 23.1. – Samstag, 25.1.2020

Gefühl zeigen. Emotionen im Kino

Konzeption: Ursula von Keitz, Potsdam, und Rüdiger Zill, Potsdam

mit Annette Dorgerloh, Berlin; Renata Helker, Berlin; Hermann Kappelhoff, Berlin; Fabienne Liptay, Zürich; Stephen Lowry, Stuttgart; Jean-Pierre Palmier, Bonn, Stefan Schmidl, Wien; Ralf Stabel, Berlin; Dieter Thomä, St. Gallen; Íngrid Vendrell Ferran, Frankfurt/M.

War es lange Zeit verpönt, Gefühl zu zeigen, ist es inzwischen eher eine Forderung an uns alle, Emotionen nicht zu unterdrücken. Prägend sind dafür immer auch öffentliche, vor allem professionelle Darstellungen des Fühlens. Wo also soll man Inszenierungen des Gefühls eher suchen als im Kino und in den Medien, die Empfindungen nicht nur darstellen, sondern im Akt des Zuschauens und -hörens auch hervorbringen? Nahtlos können sie dabei an Praktiken anknüpfen, die in Theater, Oper, Tanz und Bildender Kunst erprobt und immer wieder neu gefasst worden sind. Wie ändern sich die Möglichkeiten, Gefühl zu inszenieren, vom Theater über den Stummfilm zum Ton- und schließlich Farbfilm? Wie interagieren gesellschaftliche Gefühlskonventionen mit denen auf dem Theater? Wie wird die Gefühlsdarstellung vorbereitet, etwa durch das Casting oder durch die Maske? Wie werden Emotionen typisiert? Wann gelingt es, diese Typisierungen zu durchbrechen, sie umzucodieren?

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf