Vortrag
Donnerstag, 7.5.2026, 15:45h

Alexander Walther

(Chemnitz)

Die Shoah und die DDR. Jüdische Erfahrungen im Antifaschismus?

Der staatlich forcierte Antifaschismus ließ, so die Annahme, kaum Spielräume für abweichende Narrative. Wie konnten dennoch jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen unter staatssozialistischen Vorzeichen verhandelt und artikuliert werden? Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten, werden im Vortrag Handlungsoptionen und Motivationen vor allem jüdischer, vereinzelt auch nicht-jüdischer Akteurinnen und Akteure nachgezeichnet.

Alexander Walther ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt “Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026” am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz. Er studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt.