Vortrag
Samstag, 9.5.2026, 11:00h

Dietmar Dath, Maria Wiesner

(Frankfurt a.M./ Freiburg)

Dumm dank Dimitroff? Wie dogmatisch marxistisch war der Antifaschismus (in) der DDR?

Wir reden über Anekdoten und Echos des DDR-Erziehungswesens, die Maria persönlich erlebt hat, und über einige (im Westen kaum bekannte) Film- und Fernsehproduktionen der DDR und allgemein über die Frage: Ist die westliche Darstellung richtig, dass ein sozusagen von der KPD geerbtes Faschismusbild diese DDR daran gehindert hat, Formen von Unrecht und Schrecken im NS zu erkennen, die in diesem Faschismusbild keinen Platz haben?

Dietmar Dath, 1970 geboren, ist Autor und Übersetzer. Er war Chefredakteur der Zeitschrift Spex und von 2001 bis 2007 Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit September 2011 ist er dort Filmkritiker. Dath veröffentlichte mehrere Romane, außerdem Bücher und Essays zu wissenschaftlichen, ästhetischen und politischen Themen, darunter die Streitschrift Maschinenwinter (2008) und die BasisBiographie Rosa Luxemburg (2010). Jüngst ist Dietmar Dath auch als Dramatiker und Lyriker in Erscheinung getreten. Er lebt in Freiburg und Frankfurt am Main.

Maria Wiesner, in Brandenburg aufgewachsen, nach dem Abitur Studium der Germanistik, Italianistik und Journalistik inklusive Volontariat in Dresden, Leipzig, Florenz und Reggio di Calabria. 2011 Umzug nach Frankfurt und kurzzeitiger Eintritt in die politische Redaktion der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). Seit Juni 2013 als freie Journalistin von Frankfurt aus tätig, sie berichtete von Filmfestivals und schrieb Reportagen von Reisen nach Südosteuropa, Asien und Afrika für das Frankfurter Allgemeine Magazin und die F.A.Z. Weitere journalistische Beiträge für BBC World Service, Deutschlandfunk Kultur sowie verschiedene deutsche Magazine; journalistische Kurse an der Hochschule Darmstadt. Seit Juni 2016 Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET. Seit November 2022 Koordinatorin des Ressorts Stil bei FAZ.NET. Im Verlag Harper Collins erschienen ihre Sammlung mit Erlebnissen von Bahnfahrern (2019) sowie die Sachbücher Alles in Ordnung (2021), in dem sie Aufräumen als Konsumtrend hinterfragt, und Radikal selbstbestimmt (2022) über Alexandra Kollontai. 2023 veröffentlichte sie im gleichen Verlag das Sachbuch Jil Sander – Eine Annäherung.