Vortrag
Donnerstag, 9.6.2022, 15:30h

Valentina Pisanty

What Went Wrong? The Politics of Memory and the Return of the Xenophobic Right

Zwei Tatsachen sind unübersehbar: In den vergangenen Jahrzehnten war die Shoa im globalen Norden Gegenstand vielfältiger Erinnerungskulturen. Im gleichen Zeitraum kam es zu einem rasanten Anstieg von Intoleranz und Rassismus. In welchem Zusammenhang stehen diese beiden Tatsachen, oder gibt es keine Verbindung zwischen ihnen? Wie können Gesellschaften gegen die aktuellen ultranationalistischen und fremdenfeindlichen Entwicklungen vorgehen? Wie lässt sich das Versagen zeitgenössischer Erinnerungskulturen untersuchen? Woran scheitert das universalistische Versprechen hinter der Formel „Niemals Vergessen = Niemals Wieder“?

Valentina Pisanty ist Professorin für Semiotik an der Universität von Bergamo. Sie hat Aufsätze über Holocaust-Leugnung, faschistischen Rassismus, die Rhetorik der Erinnerung und die Semiotik des Zeugnisses veröffentlicht. Zu ihren Veröffentlichungen gehören The Guardians of Memory and the Return of the Xenophobic Right (2021), ein Essay über die Schwächen der vorherrschenden Erinnerungskultur.

Veranstaltung in englischer Sprache