How Language Began. Homo erectus and the Origin of Language


Vortrag
Dienstag, 24.4.2018, 19h

Daniel L. Everett

Trustee Professor of Sociology and Global Studies, Bentley University, Waltham, Mass.

How Language Began. Homo erectus and the Origin of Language

Gesprächsleitung: Prof. Dr. Gisbert Fanselow, Potsdam

In dem Vortrag werden Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen – Linguistik, Archäologie, Biologie, Anthropologie und Neurowissenschaften – zusammengetragen, um die These zu belegen, dass, entgegen der landläufigen Auffassung, bereits homo erectus vor eineinhalb Millionen Jahren biologische und mentale Merkmale aufwies, die auf eine Begabung zur Sprache schließen lassen. Gerade auch angesichts seiner technologischen Fertigkeiten (etwa die Herstellung von Werkzeugen und sogar hochseetauglichen Booten) spricht vieles dafür, dass er tatsächlich eine Art von Sprache gesprochen hat. Daraus darf man folgern, dass die Neandertaler und der homo sapiens in eine bereits linguistische Welt hineingeboren wurden.

Daniel L. Everett ging 1977 nach Brasilien, um das Volk der Pirahã zu missionieren, verlor jedoch unter dem Einfluss ihrer Lehren seinen christlichen Glauben. Ab 1978 Studium der Linguistik und Anthropologie an der Universität Campinas in Brasilien. 1989 bis 1999 Lehrtätigkeit an der University of Pittsburgh, 2006 bis 2010 an der Illinois State University. Seit 2010 Professor an der Bentley University Waltham. Zahlreiche linguistische Forschungsreisen zu den indigenen Völkern Brasiliens. 2017 erschien: How Language Began: The Story of Humanity’s Greatest Invention. Publikationen in deutscher Sprache: Das glücklichste Volk. Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas (2010); Die größte Erfindung der Menschheit. Was mich meine Jahre am Amazonas über das Wesen der Sprache gelehrt haben (2013).

Gisbert Fanselow ist Professor für Linguistik an der Universität Potsdam.

Veranstaltung in englischer Sprache

Ein weiterer Vortrag mit Daniel L. Everett findet an der Universität Potsdam statt.
 
Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Institut für Linguistik der Universität Potsdam