Kirsten Angermann
Der real existierende Postmodernismus. Architektur und Städtebau im letzten Jahrzehnt der DDR
Die Postmoderne in der Architektur – jene Phase von etwa 1970 bis 2000, innerhalb der in Auseinandersetzung mit architektonischen Themen und Motiven der Vergangenheit eine Alternative zur als monoton empfundenen Moderne gesucht wurde – wurde lange Zeit als Phänomen der westlichen Welt betrachtet. Jedoch zeigte sich auch in sozialistischen Ländern wie der DDR in dieser Zeit ein Umdenken im Planen und Bauen. An gebauten Beispielen und anhand des Fachdiskurses soll im Vortrag dargelegt werden, inwiefern die Architektur in der späten DDR einen ganz eigenen Weg in die Postmoderne ging.
Kirsten Angermann studierte Architektur in Weimar, Dresden und Rom und wurde 2022 mit der Arbeit Die ernste Postmoderne. Architektur und Städtebau im letzten Jahrzehnt der DDR promoviert. Sie war u.a. als Volontärin im Landesdenkmalamt Berlin tätig, bevor sie von 2019 bis 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus-Universität Weimar arbeitete. Seit April 2024 ist sie ebendort Leiterin eines Forschungsprojektes zu „konstruktionsinhärenten Werten“ im Rahmen des DFG-geförderten Schwerpunktprogramms „Kulturerbe Konstruktion“. Zudem arbeitet sie seit 2017 freiberuflich in der Denkmalpflege.
Eine Kooperation von Einstein Forum und DAS MINSK im Rahmen der Potsdamer Gespräche 2026.
