Tagung
Donnerstag, 13.6. – 15.6.2013

Why Do We Believe in Self-Interest?

Der Behauptung, Eigeninteresse sei die ultimative Motivation menschlichen Verhaltens, ist vielfach widersprochen worden: innerhalb der Moralphilosophie und der politischen Theorie ebenso wie durch empirische Befunde der Psychologie, der Primatenforschung, der Ökonomie und der Neurobiologie. Warum aber dominiert das Modell Eigeninteresse nach wie vor nicht nur die akademischen, sondern auch die medialen und alltäglichen Diskurse? Wie hat sich das Verständnis menschlicher Motivationen seit dem 19. Jahrhundert verändert? Ist das Modell Eigennutz nicht selbst ein historisch kontingentes Produkt kultureller Kräfte? Wie kann man die Tyrannei dieses Modells erschüttern und stattdessen einen nicht-reduktionistischen Diskurs der Moral stärken?

Konzeption: Susan Neiman, Potsdam
Teilnehmer: Breyten Breytenbach, Gorée; Lorraine Daston, Berlin; Robert H. Frank, Ithaca; Ute Frevert, Berlin; Mischa Gabowitsch, Potsdam; Konstanty Gebert, Warschau; Stephen Holmes, New York; Eva Illouz, Jerusalem; T.J. Jackson Lears, New Brunswick; James Marentette, Kitchener; Christian Scholz, Saarbrücken; Jonathan Shay, Boston; Frans de Waal, Atlanta

Veranstaltung in englischer Sprache

Broschüre Self-Interest

 

Der Vortrag von Frans de Waal am 13.06. findet im Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin statt