Tagung
Donnerstag, 2.6. – 4.6.2011
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Translating Atonement: Can Countries Learn From Each Other?

In vielen Ländern wird engagiert über die ethischen und rechtlichen Konsequenzen historischer Verbrechen gestritten. So unterschiedlich die Diskussionen über den Umgang mit Diktatur, Genozid oder Krieg auch verlaufen, haben sie doch oft eines gemeinsam: Ob in Ruanda oder Kambodscha, in Japan oder den USA – in jeder Debatte über Schuld und Verantwortung wird früher oder später auf die Erfahrungen anderer Länder verwiesen. Welche Funktion haben aber solche Verweise? Gibt es beispielsweise ein deutsches Modell der Vergangenheitsverarbeitung, das sich auf andere Länder übertragen ließe? Konkurriert es mit anderen Modellen, etwa dem der Wahrheitskommission nach südafrikanischem Vorbild? Oder muss jede Gesellschaft auf eigene Weise mit ihrer Vergangenheit umgehen? Können Nationen wirklich voneinander lernen?

Teilnehmer: Aleida Assmann, Konstanz; Jürgen Aßmann, Hamburg; Murat Belge, Istanbul; Hans Otto Bräutigam, Berlin; Wendy Doniger, Chicago; Alexander Etkind, Cambridge; Mischa Gabowitsch, Potsdam; Konstanty Gebert, Warsaw; Gerd Hankel, Hamburg; Sune Haugbølle, Copenhagen; Fatima Kastner, Hamburg; Stephen Marshall, Austin; Jacqueline Nießer, Regensburg; Anson Rabinbach, Princeton; István Rév, Budapest; Sveta Roberman, Berkeley; Franziska Seraphim, Boston; David Shulman, Jerusalem; Claudia Weber, Hamburg; Kirsten Weld, Waltham; Christiane Wienand, London

Veranstaltung in englischer Sprache

Programm Translating Atonement

 

Die Auftaktveranstaltung am 2. Juni findet im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin statt

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung