Evil Eyes. On Envy

Internationale Fachtagung

2. - 4. Februar 2006

Wissenschaftliche Leitung: Susan Neiman und RĂŒdiger Zill, Potsdam MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG DER BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG


Neid ist eine der sieben TodsĂŒnden. Seit Kain und Abel zeigen uns mythologische und literarische Beispiele den Neid als verdammenswerte menschliche Triebkraft. Nur in seltenen FĂ€llen wird er positiv gesehen, etwa als Motor der Konkurrenz in der Ökonomie. Heute erscheint er wieder in politischen Debatten um Sozialneid und Verteilungsgerechtigkeit. Was aber unterscheidet Neid von benachbarten GefĂŒhlen wie Missgunst, Eifersucht, Ressentiment oder Schadenfreude? Ist ĂŒberhaupt gesichert, dass sich ein (negativer) Neid klar von einem (positiven) GerechtigkeitsgefĂŒhl, von moralischer Empörung unterscheiden lĂ€sst? Ist Neid zwangslĂ€ufig mit dem Wunsch verbunden, dem Beneideten zu schaden? LĂ€sst sich der Neid ĂŒberhaupt verallgemeinern, oder ist Sozialneid nur eine polemische Erfindung? Gibt es Kulturen, in denen der Neid besonders weit verbreitet ist?

Teilnehmer u.a.:
Aleida Assmann, Konstanz; Daniel Brudney, Chicago; Mechthild Erpenbeck, Berlin; Raimond Gaita, Melbourne/London; Thomas Hauschild, TĂŒbingen; Amir Kassaei, Berlin; Nils Minkmar, Berlin; Glenn Most, Florenz/Chicago; Susan Neiman, Potsdam; Rainer Paris, Magdeburg; Hartwig Schmidt, Dresden/Berlin; Elke Schmitter, Berlin; Peter Schneider, ZĂŒrich; Daniel Zizzo, Norwich

Das Tagungsprogramm sowie weitere Informationen zu den VortrĂ€gen und Teilnehmern finden Sie in der TAGUNGSBROSCHÜRE (PDF)