The Impact of Imagination

Internationaler Workshop Teilnehmer: Aleida Assmann, Konstanz; Hinderk M. Emrich, Hannover; Dilip Gaonkar, Evanston/Ill.; Eva Illouz, Paris/Jerusalem; Charles Malamoud, Paris; Ludwig Pfeiffer, Siegen; David Shulman, Jerusalem Gesprächsleitung: Matthias Kroß, Potsdam

Menschen haben die Fähigkeit, Dinge zu imaginieren, die es in Wirklichkeit so gar nicht gibt. Imagination ist jene Form der Einbildungskraft, mit deren Hilfe Bilder, Symbole und zeichenhafte Codes erzeugt und dann zu einem Weltbild ausgedeutet werden. In seiner praktischen Variante äußert sich dieses Vermögen u.a. in der technisch-wissenschaftlichen Gestaltung der Lebenswelt; in seiner ästhetischen Variante als kreative Kraft der Fantasie. Als Schöpferin und Interpretin der Lebenswelt weist Imagination dabei eine irritierende und nicht aufzulösende Ambivalenz auf: Sie reguliert die Repräsentation und den Umgang mit der Wirklichkeit, und sie ist andererseits, dank ihrer Offen-heit und ihres Vermögens zu kontrafaktischer Deutung, zugleich eine wesentliche Triebkraft für deren Veränderung. Im Workshop sollen Figurationen der Imagination in verschiedenen Kulturen exemplarisch analysiert werden, um einen ersten Einblick in die Komplexität des Themenfeldes zu gewinnen. Er dient der Vorbereitung eines größeren Tagungsprojekts, das die Vielfalt des Imaginären aus interdisziplinärer Perspektive fassbar machen soll.
Mit Statements von: Aleida Assmann, Konstanz; Hinderk M. Emrich, Hannover; Dilip Gaonkar, Evanston/Ill.; Eva Illouz, Jerusalem; Charles Malamoud, Paris; Ludwig Pfeiffer, Siegen; David Shulman, Jerusalem

Abstracts und bio-bibliographische Informationen zu den Referenten

Mittwoch, 11. Oktober 2006 14.30 – 18.30 Uhr