Translating Atonement. Can Countries Learn from Each Other

Donnerstag, 2. – Samstag, 4. Juni
Internationale Tagung  

In vielen Ländern wird engagiert über die ethischen und rechtlichen Konsequenzen historischer Verbrechen gestritten. So unterschiedlich die Diskussionen über den Umgang mit Diktatur, Genozid oder Krieg auch verlaufen, haben sie doch oft eines gemeinsam: Ob in Ruanda oder Kambodscha, in Japan oder den USA – in jeder Debatte über Schuld und Verantwortung wird früher oder später auf die Erfahrungen anderer Länder verwiesen. Welche Funktion haben aber solche Verweise? Gibt es beispielsweise ein deutsches Modell der Vergangenheitsverarbeitung, das sich auf andere Länder übertragen ließe? Konkurriert es mit anderen Modellen, etwa dem der Wahrheitskommission nach südafrikanischem Vorbild? Oder muss jede Gesellschaft auf  eigene Weise mit ihrer Vergangenheit umgehen? Können Nationen wirklich voneinander lernen?


Wissenschaftliche Leitung: Mischa Gabowitsch, Potsdam
Teilnehmer u.a.: Aleida Assmann, Konstanz; Jürgen Aßmann, Hamburg; Murat Belge, Istanbul; Hans Otto Bräutigam, Berlin; Wendy Doniger, Chicago; Alexander Etkind, Cambridge; Konstanty Gebert, Warschau; Gerd Hankel, Hamburg; Sune Haugbølle, Kopenhagen; Fatima Kastner, Hamburg; Stephen Marshall, Austin; Jacqueline Nießer, Regensburg; Anson Rabinbach, Princeton; István Rév, Budapest; Sveta Roberman, Berkeley; Franziska Seraphim, Boston; David Shulman, Jerusalem; Claudia Weber, Hamburg; Kirsten Weld, Waltham; Christiane Wienand, London


Tagungsorte:
Donnerstag, 2. Juni: Martin-Gropius-Bau, Berlin
Ab Freitag: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam

Die Tagung findet, mit Ausnahme des Vortrags von Hans Otto Bräutigam, in englischer Sprache statt.

Tagungsbroschüre (in englischer Sprache) mit Programm und Informationen zu den Referenten und Vorträgen

In Kooperation mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung