Oswald Wiener
Autor, Halltal und Birkfeld, Österreich
Gesprächsleitung: Prof. Dr. Thomas Macho, Berlin
Geeigneter Einsatz von Computern mit großer Speicherkapazität und hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit kann den Eindruck von Leistungen intelligenter Wesen hervorrufen. Der technische Fortschritt wird demnächst Programme zeitigen, die in Turings Test nur mehr wenige Spezialisten richtig einstufen werden. Nichtsdestoweniger ist der Unterschied zwischen derartigen flachen Formalismen und der menschlichen Intelligenz profund, wenn auch bisher keineswegs Gegenstand von Forschungen zu Künstlicher Intelligenz.
Oswald Wiener war in den 50er Jahren des 20. Jhds. neben H.C. Artmann, K. Bayer, Fr. Achleitner und G. Rühm Mitglied des experimentellen Literatenkreises Wiener Gruppe, eignete sich in dieser Zeit auch ein umfangreiches Wissen über Computer und Kybernetik an, das ihm die leitende Funktion für Datenverarbeitung bei Olivetti in den 60er Jahren einbrachte. Bevor er in Berlin später in Mathematik promovierte, hatte er 1969 die verbesserung von mitteleuropa, roman veröffentlicht. Das Werk gilt als Meilenstein in der gedanklichen Auseinandersetzung mit den Grenzen des Konzepts virtueller Umgebungen. Zuletzt lehrte Wiener Ästhetik an der Kunstakademie Düsseldorf.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Österreichischen Kulturforum an der Österreichischen Botschaft Berlin
Ein weiterer Vortrag Oswald Wieners zum selben Themenkomplex findet am Dienstag, 24.11.2009, 18 Uhr an der Universität Potsdam, Am Neuen Palais, Haus 8, Raum 060/061 statt.
Montag, 23. 11. 2009, 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr
Ort: Österreichische Botschaft, Stauffenbergstraße 1, Berlin Tiergarten-Mitte
Anmeldung unter (030) 202 87-114 oder www.kulturforumberlin.at/anmeldung.htm erforderlich


